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19.09.18
Rheinland-Pfalz ist Vizemeister bei der Deutschen Seniorenmannschaftsmeisterschaft Ü50 der Landesverbände

 

Bericht zur Deutschen Ü50 Senioren-Mannschaftsmeisterschaft
vom 10.09. bis 16.09.2018 in Templin

 


Unser Team in Templin von links nach rechts: Klemens Ranker, Manfred
Herbold, Dieter Giesen, Peter Kargoll und Guido Neuberger


Rheinland-Pfalz ist Vizemeister bei der Deutschen
Seniorenmannschaftsmeisterschaft Ü50 der Landesverbände

 

Rheinland-Pfalz ist bei der Deutschen Senioren – Mannschaftsmeisterschaft der
Landesverbände in Templin in der Besetzung Guido Neuberger, Dieter Giesen, Peter Kargoll, Manfred Herbold und Klemens Ranker angetreten. Wir hatten somit 5 Spieler gemeldet, wobei Klemens Ranker jederzeit als Ersatzspieler bereitstand.

 

Leider waren in der Ü50 Gruppe nur 7 Mannschaften aus den Landesverbänden gemeldet, sodass nur 6 Begegnungen im Modus jeder gegen jeden zu bestreiten waren. Hier sollte der Deutsche Schachbund Ursachenforschung betreiben. Zwei mögliche Gründe sind zum einen die zeitnah stattgefundene Mannschafts-WM im Juli in Radebeul und zum anderen die Ansetzung der Spiele von Montag bis Sonntag, sodass viele Spieler unter 65 bei der großen Entfernung am Montag wieder arbeiten müssen. Man bedenke: Sonntag Nachmittag war die geplante Siegerehrung um 15:00 Uhr angesetzt und dann noch die lange Heimfahrt von Templin..


Kommen wir nun zum Spielverlauf der Woche, wobei Rheinland-Pfalz in der Rangliste auf Platz 3 hinter Württemberg und Hamburg gesetzt war.

 

 

In der 1. Runde standen wir den Vertretern aus Bayern gegenüber. Wir waren etwas gehandicapt durch die aufkommende Erkältung bei Manfred Herbold. Trotzdem opferte er in der 1. Runde eine Qualität und versuchte auf Gewinn zu spielen. Die Partie endete remis. Unterstützt bei dem ganzen Unterfangen hat uns unser Mitreisender Gregor Johann, der nicht nur Manfred mit Tabletten sondern auch die ganze Mannschaft mit Wasser versorgte. Manfred hat mir Leid getan, da er in den ersten Tagen beim Essen zeitweise alleine am Tisch saß, damit er die Kollegen nicht ansteckte. Die Punkte mussten also woanders gemacht werden. Unser Neuzugang von Frankenthal Guido Neuberger führte sich mit einem Sieg gut ein, den 2. Sieg holte Peter Kargoll, Dieter Giesen startete mit einem Remis ins Turnier und trug so zum 3:1 gegen Bayern bei.

 


In der 2. Runde gegen die Damen aus Schleswig-Holstein waren die Voraussetzungen noch schlechter. Ich musste wegen eines (vermutlich) Norovirusses passen und Manfred war immer noch angeschlagen. Also musste Klemens ran. Ich fragte Gregor, ob wir ihn nicht nachmelden können, da meinte er, er sei nicht so alt wie er aussieht, mit anderen Worten, er ist noch zu jung. Die Devise hieß also wieder: Vorne Punkten und hinten halten, was voll aufging: Guido und Dieter gewannen, Manfred versuchte mit einem Morra - Gambit zu punkten. Die Gegnerin nahm es nicht an und kam zu einer ausgeglichenen Stellung, Diese und die Partie von Klemens endeten unentschieden und führten somit zum 3:1-Sieg.

 


Die 3. Runde gegen Württemberg war die vorentscheidende Begegnung. Glücklicherweise war ich einigermaßen wieder fit, auch wenn ich mit Magentropfen nachgeholfen habe, Manfred noch nicht so ganz. Dieter remisierte schnell gegen seinen elostärkeren Gegner.
Leider verlor Guido die 1. und einzige Partie, die wir nicht kompensieren konnten. Die Chancen dafür waren sowohl bei mir als auch bei Manfred vorhanden, wer weiss, wie das ausgegangen wäre, wenn wir 100% fit gewesen wären. So verloren wir mit 1,5:2,5 gegen den späteren Turniersieger.

 


In Runde 4 saßen uns die vor uns an 2 gesetzten Hamburger gegenüber. Die Geschichte ist schnell erzählt: Guido, Dieter und Manfred remisierten, sodass die Verantwortung auf meinen Schultern lastete. Ich konnte zwar im Mittelspiel einen Bauern gewinnen, das aber bei sehr verdächtiger Stellung. Ich fand einzige Züge und startete schließlich mit Dame, Turm und Läufer einen Königsangriff, der mit einem taktischen Läuferopfer auf g6 die Partie zu meinen Gunsten zum 2,5:1,5 Gesamtsieg beendete. So hatte ich dem späteren Brettsieger Jens Andersen die einzige Niederlage beigebracht.

 


Nach der für uns spielfreien Runde war am Samstag in Runde 6 Sachsen-Anhalt unser Gegner. Ich erwischte einen schlechten Tag und war froh, dass mir mein Gegner in besserer Stellung remis anbot, das ich sofort annahm. Dieter wollte zwar gewinnen, aber der Gegner hatte durch Abtausch die Stellung verflachen lassen, sodass auch hier das Remis zu Buche stand. Guido überzeugte wieder und Manfred hatte sich erholt, sodass beide zum 3:1 Endstand
gewannen.

 


Vor der letzten Runde war die Ausgangssituation klar: Württemberg war zwar nur 1 Punkt vor uns, spielte aber in der letzten Runde gegen das noch punktlose Frauenteam aus Schleswig-Holstein, Hamburg war 2 Punkte hinter uns und musste auf eine Niederlage von uns hoffen, um noch 2. zu werden.

 

Wir hatten Nordrhein-Westfalen als Gegner, die jenseits von allen Chancen waren. So entwickelten sich auch ob der zu erwartenden langen Heimfahrt an allen 4 Brettern ein schnelles Remis und man trennte sich 2:2.

 


Auch wenn es nur 7 Mannschaften in der Ü50 Gruppe waren, so ist der 2. Platz für
Rheinland-Pfalz als Erfolg zu werten. Rheinland-Pfalz hat sich im Gegensatz zu manch anderen Landesverbänden bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt und hat auch die Absicht, im kommenden Jahr in Wismar (26.08. bis 01.09.2019) vielleicht sogar mit 2 Teams dabei zu sein.

 


Uns Spielern, die dabei gewesen sind, hat es viel Spaß gemacht, die Mannschaft hat sehr gut harmoniert.

 

Die Ergebnisse sprechen für sich:

 

Brett 1: Guido Neuberger 4 Punkte aus 6 Partien

Brett 2 Dieter Giesen 3,5 aus 6,

Brett 3: Peter Kargoll 3,5 aus 5,

Brett 4:Manfred Herbold: 3,5 aus 6 und

Brett 5: Klemens Ranker 0,5 aus 1.

 

Einen besonderen Dank möchte ich Klemens Ranker machen, der sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und morgens immer bei Spielbeginn als möglicher Ersatzmann bereit stand Das Interesse innerhalb der Mannschaft, nächstes Jahr in Wismar wieder dabei zu sein, ist sehr groß.

 

     --->>  der Bericht von Peter Kargoll zum download [pdf]