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24.07.18
U50 Senioren Team WM 2018

 

 

 

Ü50 Senioren-Teamweltmeisterschaft
vom 07.07. bis 15.07.2018 in Radebeul

 

„Für Rheinland-Pfalz dabei!“

Bericht von Peter Kargoll und Jürgen Kaster

 

„Ü50 Schach WM - Für Rheinland-Pfalz dabei!“ – so das Motto, das Reiner Schmidt auf unsere Mannschafts-T-Shirts drucken ließ. In der Besetzung FM Jochen Bruch, Reiner Schmidt, FM Peter Kargoll, Olaf Nazarenus und Jürgen Kaster ist Rheinland-Pfalz bei der 6. World 4er-Team Championship 50+ & 65+ in Radebeul angetreten. Wir hatten somit 5 Spieler gemeldet und den Einsatz im rollierenden System vereinbart. Wir sind während der Partien mit einem einheitlichen T-Shirt aufgetreten, was seitens der Veranstalter positiv aufgenommen wurde. Alle waren mit Ihren Frauen in Radebeul, so dass bei einer evtl. Niederlage individuelle tröstende Worte über die ersten „Schmerzen“ hinweg helfen würden.

 

 

Rheinland-Pfalz trat als echtes Team auf – nicht nur optisch.  
Foto aus Runde 1: Auf der Siegerstraße gegen Sempreverde. Jürgen hat spielfrei.

 

In der Gruppe Ü50 nahmen 67 Mannschaften aus 22 Nationen teil. Elo-Favoriten waren USA (2538) und Germany 1 (2511). Rheinland-Pfalz rangierte nach der Papierform (Elo-Schnitt 2175) auf Rang 16.

 

Alle Turnierinfos: http://www.schachfestival.de/world-team-championship-50-65-2018.html

 

Zum Turnierverlauf:

 

In der 1. Runde hatten wir mit einem 4:0 gegen die italienische Mannschaft Sempreverde (1971) einen vielversprechenden Start.

 

In der 2. Runde kamen wir gegen die nominell schwächste Mannschaft SG Priestewitz/Riesa (1730), die aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl in der 1. Runde kampflos zu ihren Punkten gekommen war. Mit 3,5:0,5 landeten wir auch hier einen klaren Sieg. 4:0 Mannschaftspunkte und 7,5 Brettpunkte bedeuteten zunächst einen „Platz an der Sonne“.

 

Die 3. Runde war daher eine größere Herausforderung. Gegner war die mit 4 Titelträgern besetzte Mannschaft Temasek Knights aus Singapur (2301, Rang 7 der Setzliste). Vom Spielverlauf her war lange Zeit einiges für uns möglich, aber am Ende mussten wir eine knappe 1,5:2,5-Niederlage hinnehmen. Erwähnenswert der Sieg von Olaf gegen FM Cheng Hong Goh (2323)!

 

In Runde 4 saß uns die Frauenmannschaft England Women (2054) gegenüber. Gegen die drei Titelträgerinnen erreichten wir je ein Remis, Olaf konnte den ganzen Punkt zum 2,5:1,5-Sieg einfahren. Kurios war die Paarung an Brett 4, an dem Jürgen gegen seine Vereinskameradin (beide Heimbach-Weis/Neuwied) WFM Petra Fink-Nunn antreten musste. Petra ist mit dem englischen Großmeister John Nunn verheiratet.

 

 

Runde 4: Knapper Sieg gegen England Women,
die im Endklassement nur einen Rang  hinter uns einkamen

 

 

Bei Halbzeit kamen wir gegen Canada (2238, Rang 9 der Setzliste). Die 1:3-Niederlage wäre zu vermeiden gewesen. Doch einzig Jochen bewies Stehvermögen und konnte an Brett 1 gegen den IM David Cummings (2336) gewinnen.

 

 

Gegen Canada führte Jochen Bruch eine Glanzpartie zum Sieg gegen IM David Cummings

 

In Runde 6 konnten wir gegen SK1968 aus Dänemark (2130) mit 2,5:1,5 wieder punkten und uns mit 8:4 Mannschaftspunkten auf Rang 10 katapultieren. Würde der Lauf anhalten!? Nein - es sollte leider unser letzter Sieg in diesem Turnier gewesen sein. In Runde 7 trafen wir auf den SC Gröbenzell (2194), eine nach der Papierform leicht favorisierte Mannschaft. Und es kam, wie es kommen musste: es setzte eine knappe Niederlage mit 1,5:2,5.

 

Völlig außer Form ließen wir in Runde 8 beste Chancen aus und kamen wir gegen den um 200 Punkte schwächeren Gegner BSV Chemie Radebeul (1946) über ein 2:2 nicht hinaus. Wenn man es positiv sehen will, haben wir den Gastgebern ein Gastgeschenk gemacht – und uns die Option auf ein angenehmen Gegner in der letzten Runde offengehalten. Doch irgendwie war die Luft raus. Vom Spielverlauf her völlig unnötig war die 1:3-Niederlage gegen Hessen (2090), sodass wir das Turnier, etwas unter Wert geschlagen, mit 9:9 Punkten in der Tabellenmitte beendeten. Die Einzelergebnisse: Jochen Bruch (4,5 aus 8), Reiner Schmidt (3,5 aus 7), Peter Kargoll (3,5 aus 7), Olaf Nazarenus (4 aus 7), Jürgen Kaster (4 aus 7).

 

(Oben in der Siegerliste rangierten die nominell stärksten Teams USA, England 1, Lasker Schachstiftung und Germany 1, die insgesamt 15 GM an die Bretter brachten.)

 

Aus Rheinland-Pfälzischer Sicht ist das sehr gute Abschneiden von Jochen Bruch besonders hervorzuheben. Er erzielte mit 4,5 Punkten aus 8 Partien ein positives Ergebnis am Spitzenbrett und verbesserte sich um weitere 9 DWZ-Punkte (nur getoppt von Olaf Nazarenus mit +18). Außerdem beendete Jochen Bruch das Einzelblitzturnier unter 100 Teilnehmern mit einem hervorragenden 4. Platz! Das Mannschaftsblitzturnier konnte er zusammen mit Reiner Schmidt auf dem 9. Rang unter 33 Teams beenden.

 

 

 

Team Rheinland-Pfalz in sportlichem Outfit mit dem WM-Plakat.
Die 6. Ü50-Schach-WM bot reichlich Gelegenheit zum Sammeln von Autogrammen renommierter Spieler

 

Wenn wir ein Fazit ziehen, waren das Turnier und der hervorragende Mannschaftsgeist ein Erlebnis für alle, das uns sehr lange in bester Erinnerung bleiben wird. Team-Captain Peter Kargoll gebührt für seinen unermüdlichen Einsatz ein besonderes Lob. Wir würden jederzeit in gleicher Besetzung wieder mitmachen, so die einhellige Meinung aller Spieler. Mal sehen, in 2 Jahren ist in Radebeul die Europamannschaftsmeisterschaft der Senioren geplant, wir alle werden das im Auge behalten.

 

    -->>  den Bericht zum download [pdf]