Vor kurzem wurde im Turnier in Wijk aan Zee Iwan Cheparinow mit Partieverlust bestraft, weil er seinem Gegner Nigel Short vor der Partie den Handschlag verweigerte. Nach einer Entschuldigung wurde die Entscheidung aufgehoben und die Partie noch ausgetragen.
Für den Bereich des Schachbunds Rheinland-Pfalz stelle ich fest:
Der Handschlag vor der Partie ist ein Gebot der Höflichkeit. Wird der Handschlag verweigert, ist dies zwar unhöflich, führt aber nicht zum Partieverlust. Weder existiert bisher eine entsprechende FIDE-Regel (lediglich eine Empfehlung), noch ist bisher eine Übernahme dieser Empfehlung für den Bereich des SBRP erfolgt. Auch eine anderweitige Bestrafung dieses unhöflichen (nicht: unsportlichen!) Verhaltens ist im Bereich des SBRP nicht vorgesehen. Diese Regelung gilt bis auf Widerruf, mindestens jedoch bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Alle Schiedsrichter und Wettkampfleiter werden um Beachtung gebeten.
Lothar Kirstges, Landesspielleiter SBRP